PodcastsArtsliteraturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben

literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben

literaturcafe.de
literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben
Dernier épisode

52 épisodes

  • literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben

    Bachmannpreis-Podcast 2026: Blick auf den 2. Lesetag mit Daniela Strigl

    26/06/2026 | 1 h 2 min
    Wieder live vor Publikum am Lendhafen: Bozena Badura und Wolfgang Tischer besprechen mit der Literaturwissenschaftlerin und Literaturkritikerin Daniela Strigl, den zweiten Lesetag der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur. Fünf weitere Texte wurden gelesen und von der Jury diskutiert. Am Samstag werden dann die letzten vier folgen.

    Daniela Strigl lehrt an der Universität Wien und war von 2003 bis 2008 sowie von 2011 bis 2014 selbst Mitglied der Bachmann-Jury. 2014 wurde sie zudem zur ersten Preisträgerin der Abstimmung zur beliebtesten Bachmann-Jurorin gewählt.

    Vor und zwischen der Besprechung des Lesetages gibt sie Einblicke in die Arbeit der Jury: Wie hat sich die Diskussionen über die Jahre verändert? Wie kommt die Jury-Mitglieder zu den Texten und Lesenden, die sie einladen? Und welche generellen Trends sind in der aktuellen Literatur auszumachen?

    Besprochen werden die Lesungen vom 26. Juni 2026:

    Lena Schätte, D
    Ozan Zakariya Keskinkılıç, D
    Seraina Kobler, CH
    Magdalena Schrefel, A
    Caroline Rosales, D

    Alle Texte stehen auf der Website des ORF zum Download und Nachlesen bereit.

    Text von Slata Roschal bleibt im Wettbewerb

    Zu Beginn des zweiten Lesetages trat aber zunächst der Justitiar Magister Andreas Sourij auf die Bühne. Eine Stimmung, als ob der Schulleiter das Klassenzimmer betritt. Offenbar gab es das Gerücht, dass Teile des Textes von Autorin Slata Roschal, die gestern gelesen hat, bereits auf der Website ihres Verlages zu lesen waren. Ein Text darf, so regeln es die Statuten, vorab nicht veröffentlicht sein. Laut Sourij wurden dafür jedoch keine Belege gefunden, sodass der Text (»in dubio pro reo«) im Wettbewerb verbleibt.

    Außerdem rumorte es etwas in der Jury und einige Mitglieder griffen sich persönlich an. Teil der Show? Auch darüber wird im Podcast gesprochen.

    Vielen Dank an das großartige Publikum am Lendhafen und den Verein Lendhauer, der auch in diesem Jahr die Live-Aufnahme auf der Bühne ermöglicht hat.
  • literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben

    Bachmannpreis-Podcast 2026: Verweigerung am ersten Lesetag und ein Gespräch mit Helga Schubert

    25/06/2026 | 1 h 26 min
    Live vor Publikum am Lendhafen: Bozena Badura und Wolfgang Tischer besprechen mit ihrem Gast, der Literaturagentin Astrid Poppenhusen, den ersten Lesetag der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur. Fünf Texte wurden gelesen, fünf Texte wurden von der Jury diskutiert – und ein kleiner Eklat sorgte für Gesprächsstoff.

    Vor der Besprechung des ersten Lesetages gibt Astrid Poppenhusen Einblicke in den Beruf der Literaturagentin: Wie kommt ein Text zum Verlag, warum lohnt sich eine Agentur und worauf sollten Autorinnen und Autoren bei Verträgen achten? Außerdem berichtet sie vom neu gestarteten Klagenfurter Literaturkurs 2.0.

    Besprochen werden die Lesungen vom 25. Juni 2026:

    Fiona Sironic, D/A
    Kurt Prödel, D
    Jovana Reisinger, D
    Kinga Tóth, H
    Slata Roschal, D

    Alle Texte stehen auf der Website des ORF zum Download und Nachlesen bereit.

    Warum verließ Slata Roschal nach ihrer Lesung das Studio – und wie reagierte die Jury? Welcher Text nimmt nach Einschätzung der Runde aller Voraussicht nach einen Preis mit nach Hause? Zu hören sind in der Folge außerdem zwei Original-Töne: Kinga Tóth direkt nach ihrer Lesung und Jurymitglied Mithu Sanyal, die den Studio-Eklat überraschend gut findet. All das und noch viel mehr wird im Podcast besprochen.

    Am Ende der Folge gibt es exklusiv im Podcast ein Gespräch mit Helga Schubert, die am Vortag die Klagenfurter Rede zur Literatur gehalten hat. Sie war von 1987 bis 1990 selbst Jurorin und gewann 2020 mit 80 Jahren den Bachmannpreis. Im Gespräch erzählt sie, wie sich die Jury-Arbeit seither verändert hat und wie aus persönlicher Erfahrung Literatur wird.

    Vielen Dank an das großartige Publikum am Lendhafen und den Verein Lendhauer, der auch in diesem Jahr die Live-Aufnahme auf der Bühne ermöglicht hat.
  • literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben

    Bachmannpreis-Podcast 2026: Komprimierung des Eröffnungsabends

    24/06/2026 | 15 min
    Bachmannpreis-Podcast 2026: Komprimierung des Eröffnungsabends
  • literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben

    Bachmannpreis-Podcast 2026: 3 Buchtipps vor dem Doppeljubiläum: Kavouras, Piekar und Sebauer

    22/06/2026
    Darunter ein Roman, der erst begeistert und dann ratlos zurücklässt. Als Besonderheit gibt es die Folge auch als Video bei YouTube.

    Ab 24. Juni 2026: Bachmannpreis-Podcast direkt aus Klagenfurt – Live vor Publikum

    Der Bachmannpreis-Podcast 2026 meldet sich an den kommenden Tagen wieder täglich direkt vom Wörthersee. Die erste Folge aus Klagenfurt erscheint voraussichtlich am 24. Juni 2026. Aufgenommen werden die Folgen vom Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils um 18 Uhr live vor Publikum am Lendhafen – mit Co-Host Bozena Badura und jeweils einem Überraschungsgast. Alle Infos zum Public Viewing am Lendhafen.

    Zur Einstimmung stellt Wolfgang Tischer in dieser Podcast-Folge drei aktuelle Bücher vor von Autorinnen und Autoren, die in den letzten Jahren beim Bachmann-Preis gelesen haben. Erstmals gibt es die Folge auch als Video.

    Die drei Bücher
    Nefeli Kavouras: »Gelb, auch ein schöner Gedanke«

    Ein Vater kommt zum Sterben nach Hause, erzählt aus der Sicht von Mutter und fünfzehnjähriger Tochter. Ein meisterhafter erster Teil – und eine Wendung, die den Rezensenten etwas ratlos zurücklässt. Ausführliche Besprechung hier im literaturcafe.de.

    Nefeli Kavouras las 2025 beim Bachmannpreis und ging leider ohne Preis nach Hause. Alle Preisträgerinnen und Preisträger 2025

    Martin Piekar: »Vom Fällen eines Stammbaums«

    Autofiktional und beeindruckend: eine Kindheit mit der alkoholkranken Mutter, Polen, Herkunft und die Musik auf fast jeder Seite. Für Wolfgang Tischer der bislang ergreifendste Roman des Jahres. Ausführliche Besprechung hier im literaturcafe.de.

    Martin Piekar las 2023 beim Bachmannpreis und gewann den KELAG-Preis und den BKS-Publikumspreis. Alle Preisträgerinnen und Preisträger 2023

    Johanna Sebauer: »Das Gurkerl«

    Eine bissige Satire darüber, wie aus einer Nichtigkeit eine Empörungswelle wird – der Bachmann-Text nahezu eins zu eins, illustriert von Nikolaus Heidelbach. 2024 mit dem 3sat- und dem Publikumspreis ausgezeichnet. Alle Preisträgerinnen und Preisträger 2024
  • literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben

    Christine Westermann über das Lesen, das Bücherempfehlen und das Literarische Quartett

    03/06/2026
    Und würde sie jetzt, wo es im Literarischen Quartett einen runden Tisch gibt, noch einmal dorthin zurückkehren wollen?

    Lesen in der ehemaligen Waffenfabrik

    Oberndorf, eine kleine Stadt im Neckartal nahe Rottweil und überregional eher dadurch bekannt, dass hier Rüstungsunternehmen wie Heckler & Koch und Mauser (jetzt Rheinmetall) ihren Sitz haben.

    Mauser fertigte die Waffen früher im sogenannten Schwedenbau. Das Backsteingebäude beherbergt heute ein Waffen- und Heimatmuseum – und im obersten Stock die Oberndorfer Stadtbücherei. Die lange Reihe an Deckenfenstern wirkt einladend und hell. Früher sollten die Arbeiter bei möglichst gutem Tageslicht die Waffenteile zusammenschrauben können. Heutzutage wird hier bei gutem Licht gelesen.

    Der große Veranstaltungsraum nebenan ist Ende April 2026 Schauplatz des zweiten Oberndorfer Literaturfests, ausgerichtet und finanziert von der Marion & Otto Biesenberger-Stiftung. Bisenberger war der Urenkel der Gründer des Schwarzwälder Boten. Die traditionsreiche Heimatzeitung hat ebenfalls noch ihren Sitz in Oberndorf, auch wenn sie schon längst zur Medienholding Süd gehört.

    Christine Westermann beim zweiten Oberndorfer Literaturfest

    Richard Rebmann, Verleger i. R.  und Vorsitzender der Stiftung, begrüßt am Eröffnungsabend. Der Saal ist ausverkauft. Zumindest wäre er das wohl, wenn man Tickets hätte kaufen müssen. Doch die Stiftung ist gut aufgestellt, da sie nach Wunsch des Gründers nur Veranstaltungen in Oberndorf fördern darf. Der Eintritt ist frei, selbst bei einem Stargast wie heute.

    Christine Westermann ist aus Köln angereist. Sie werde, so schreibt sie es selbst in ihrem Buch »Die Familien der anderen«, immer gerne als »bekannt aus Funk und Fernsehen« vorgestellt. Tatsächlich dürften sie wohl die meisten aus der Unterhaltungsshow »Zimmer frei« mit Götz Alsmann kennen, obwohl es diese Sendung schon seit 10 Jahren nicht mehr gibt. Demnächst, so Westermann, wird es zur Erinnerung und für die Fans ein Jubiläums-Special geben, das bereits abgedreht sei.

    Buchmenschen kennen Christine Westermann aus dem Literarischen Quartett, dessen Neuauflage sie von 2015 bis 2019 angehörte. Außerdem ist sie – neben Elke Heidenreich – die Buchempfehlerin des WDR.

    Bekannt auf Funk, Fernsehen und – Podcast

    Doch Christine Westermann, mittlerweile 77 Jahre alt, ist neuerdings auch einem jüngeren buchbegeisterten Publikum bekannt, denn zusammen mit ihrer 32-jährigen WDR-Kollegin Mona Ameziane ist sie Gastgeberin im erfolgreichen Bücher-Podcast »Zwei Seiten«.

    Ich habe mich mit Christine Westermann vor ihrem Auftritt verabredet und ausreichend Zeit eingeplant.

    Doch dann kommt an diesem Abend einiges anders. Christine Westermanns Auto zeigt eine kritische Fehlermeldung. Sie muss umdrehen, das Fahrzeug wechseln. Sie wird erst ein paar Minuten nach dem geplanten Lesungsbeginn im Schwedenbau eintreffen. Ganz der Medienprofi sagt sie mir, dass wir das Interview selbstverständlich nach ihrer Lesung führen werden.

    Westermann liest aus »Die Familien der anderen«. Das Buch ist so etwas wie ihre Autobiografie in Büchern.

    Der Abend verläuft gut, das Publikum ist begeistert. Ich bin etwas unglücklich, denn ich habe »Die Familien der anderen« natürlich gelesen. Einige meiner Fragen beantwortet sie und beantworten sich schon während der Lesung. Auch denn die Podcast-Hörer des literaturcafe.de dort nicht dabei waren, ist es etwas unelegant, wenn ich die Fragen Christine Westermann erneut stellen würde. Auch da würde sie sicherlich Medienprofi genug sein und die Fragen nochmals beantworten, als hätte sie sie noch nie gehört. Dennoch mag ich das nicht. Also muss ich die Situation offensiv nutzen.

    Start mit der Fußballerfrage

    Nachdem Christine Westermann signiert hat, kehren wir in den großen, leeren und fast dunklen Veranstaltungssaal zurück. Westermann gönnt sich nach der Lesung ein lokales Bier. Keine Indiskretion meinerseits, dieses Ritual erwähnt sie selbst in ihrem Buch.
Plus de podcasts Arts
À propos de literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben
Interviews, Tipps und akustische Eindrücke aus der Welt der Bücher und Hörbücher.
Site web du podcast

Écoutez literaturcafe.de - Bücher lesen, Bücher schreiben, COUCH by Lena Situations ou d'autres podcasts du monde entier - avec l'app de radio.fr

Obtenez l’app radio.fr
 gratuite

  • Ajout de radios et podcasts en favoris
  • Diffusion via Wi-Fi ou Bluetooth
  • Carplay & Android Auto compatibles
  • Et encore plus de fonctionnalités
Applications
Réseaux sociaux
v8.10.5| © 2007-2026 radio.de GmbH
Generated: 6/27/2026 - 12:20:26 AM