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NDR Kultur - Das Gespräch

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  • NDR Kultur - Das Gespräch

    "Achtsam geht die Welt zugrunde": Gespräch mit Kathrin Fischer

    26/04/2026 | 25 min
    Seit Jahren boomen ursprünglich fernöstliche Achtsamkeitspraktiken in westlichen Industrieländern: Yoga, Meditation, Qi Gong… Ratgeber dazu füllen Regalmeter, allerorten werden kostspielige Coachings, Seminare, Vorträge angeboten, die Nachfrage ist riesig. Achtsamkeit ist ein Milliardengeschäft.
    Doch nun warnt die Flensburger Podcasterin Kathrin Fischer in ihrem Buch: „Achtsam geht die Welt zugrunde“! Die Fixierung auf das eigene Ich verstelle den Blick auf das globale Ganze. „Dein Verhalten soll sich ändern, aber nicht die Verhältnisse“, beklagt sie im Gespräch mit Jürgen Deppe. Es ginge um Resilienz, also das Aushalten von Herausforderungen und Stress, nicht darum, dessen Ursachen anzugehen. „Resilienz heißt im Kern Anpassungsfähigkeit. Und wenn die Achtsamkeitspraktiken mit diesem Ideal sich verbinden, dann geraten strukturelle Veränderungen aus dem Blick und werden psychologisiert und sollen dort bearbeitet werden.“
    Provokante Thesen zu einem Megatrend. „Wenn es Menschen gibt, die immer reicher werden, und ganz viele, die immer ärmer werden und deren Lebensbedingungen immer schwieriger werden, dann, glaube ich, kannst du meditieren bis du schwarz wirst, dir wird es trotzdem nicht bessergehen.
  • NDR Kultur - Das Gespräch

    Vom Vorteil der Opferrolle: Gespräch mit Maria-Sibylla Lotter

    19/04/2026 | 26 min
    Das Phänomen geht einher mit einer zunehmenden Psychologisierung der Gesellschaft. ADHS, Autismus, Depression oder Trauma sind in den täglichen Sprachgebrauch eingegangen, auch ohne dass schwerere psychiatrische Diagnosen dahinterstehen.

    Was das für eine Gesellschaft und für jeden Einzelnen bedeutet, damit beschäftigt sich die Philosophin Maria-Sibylla Lotter. Bei Hanser ist jetzt ihr neuestes Buch erschienen: „Opfer. Über Verwundbarkeit als Selbstbild“.

    Im Gespräch mit Verena Gonsch erläutert die Professorin für Ethik und Ästhetik an der Ruhr-Universität Bochum, welche Vorteile die Selbststilisierung zum Opfer heutzutage mit sich bringen kann und warum sich tatsächlich Betroffene dadurch entwertet fühlen.
  • NDR Kultur - Das Gespräch

    Judith Holofernes über ihr "Hummelhirn" wegen ADHS

    12/04/2026 | 25 min
    Auf der Leipziger Buchmesse berichtete die frühere "Wir sind Helden"-Sängerin und -Texterin offen und ehrlich von ihrem wilden Leben mit ADHS.

    Sie sagt: "Eigentlich ist es die Gesellschaft, die A.D.H.S. hat - nämlich ein Aufmerksamkeitsdefizit Menschen gegenüber, die irgendwie ein bisschen anders ticken."
  • NDR Kultur - Das Gespräch

    Mit Gott gegen die Demokratie - Arnd Henze im Gespräch

    05/04/2026 | 26 min
    In den USA war das Christentum schon immer anders als in Europa. Bislang überwogen dort allerdings fromme und bibeltreue Evangelikale. Doch mit dem Aufstieg Donald Trumps hätten christliche Nationalisten die Vormachtstellung übernommen, sagt Arnd Henze, der selbst Theologe ist und lange für den WDR und die ARD in den USA gelebt und gearbeitet hat. Ultranationalistische Christen sagten dem modernen Gesellschafts- und Rollenbild einen radikalen Kampf an, forderten das Ende der Demokratie und predigten dazu Militanz.
    „Was wir im Moment erleben ist, dass das Evangelikale immer weiter zurücktritt und die Verknüpfung mit Verschwörungserzählungen, die Verknüpfung mit historischen Erzählungen von Endkämpfen, dazu geführt hat, dass aus der Bibel, die sie als Ganzes wörtlich nehmen, am Ende nur noch ein paar ganz ausgewählte Bibelstellen wie die apokalyptischen Kampfszenen, die ja ganz anders gemeint waren, übriggeblieben sind.“
    Arnd Henze, Mitglied der EKD-Synode, erklärt im Gespräch mit Martina Kothe, warum uns der christliche Nationalismus alle angeht. Es bestehe, sagt Henze, die Gefahr einer „nationalistischen Internationalen“.
  • NDR Kultur - Das Gespräch

    Mit Schwesternschaft Deutschland verändern: Tülin und Düzen Tekkal im Gespräch

    29/03/2026 | 26 min
    Die Tekkal-Schwestern Tülin, Düzen, Tugba, Tuna und Tezcan sind allesamt keine "Freizeitaktivistinnen", sondern engagieren sich jeden Tag mit der Menschenrechtsorganisation HÁWAR.help und verschiedenen Sub- und Neben-Initiativen wie der Bildungsbewegung "German Dream" und dem Fußball-Empowerment-Projekt für Mädchen "Scoring Girls". Jetzt haben die gebürtigen Hannoveranerinnen auch noch ein gemeinsames Buch geschrieben. In "Wut und Wärme" erzählen sie, wie sie mit Schwesternschaft Deutschland verändern.
    Alexandra Friedrich hat mit Tülin und Düzen Tekkal darüber gesprochen, was Schwesternschaft bedeutet und ob wir alle "Schwestern" sein können. Es geht im Gespräch auch darum, wie es ist, mit einer elfköpfigen Familie in einer Vierzimmerwohnung in Hannover-Linden zu leben und warum jesidisch sein, automatisch bedeutet, politisch zu sein.

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À propos de NDR Kultur - Das Gespräch

Bei "Das Gespräch" kommen Menschen zu Wort, die Stellung beziehen und Positionen vertreten: kulturell oder gesellschaftlich, kenntnisreich, vielfältig und nicht selten provokant. Mal sind sie prominent und in aller Munde, mal ausgewiesene Experten auf ihrem Gebiet. Gemein ist ihnen allen, dass sie Inspirierendes zu sagen haben zu den Themen unserer Zeit - und oft auch sehr Persönliches. Wir stellen drängende Fragen und rollen nicht einfach den roten Teppich aus.
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