143 épisodes
- Klaus-Michael Kühne ist tot. Am 24. August 2026 starb der Unternehmer und Hamburger Mäzen im Alter von 89 Jahren in seiner Wahlheimat Schindellegi in der Schweiz. Der Sohn eines Speditionsunternehmers hat das Logistikunternehmen Kühne + Nagel zum zweitgrößten Logistikkonzern der Welt aufgebaut - mit heute rund 88.000 Beschäftigten in 100 Ländern.
Trotz Wohnsitz in der Schweiz blieb Kühne seiner Geburtsstadt Hamburg eng verbunden - als Investor bei der Rettung von Hapag-Lloyd 2008, als Namensgeber und Mitfinanzier der Kühne Logistics University in der HafenCity, als Mäzen der Elbphilharmonie, als HSV-Investor und mit den Plänen für ein neues Opernhaus am Baakenhöft, für das er bis zu 340 Millionen Euro zusagte.
Der Hafenkonzert-Podcast erinnert an einen kantigen Weltunternehmer und blickt auf sein Wirken für Hamburg - mit Stimmen vom Hamburger Senat, aus der Hamburgischen Bürgerschaft, von Hapag-Lloyd, von den Architekten des neuen Opernhauses und von seinem langjährigen Weggefährten, dem ehemaligen Hamburger Finanzsenator Wolfgang Peiner. Geblickt wird aber auch auf die Firmengeschichte des Unternehmens Kühne und Nagel im Nationalsozialismus - vom erzwungenen Ausschluss des jüdischen Mitinhabers Adolf Maas bis zur Beteiligung an der sogenannten M-Aktion (Möbel-Aktion) des NS-Regimes, bei dem das Unternehmen im Auftrag der Nationalsozialisten geraubtes Eigentum deportierter jüdischer Menschen aus besetzten west-europäischen Gebieten nach Deutschland transportierte.
Moderation: Kerstin von Stürmer und Dietrich Lehmann
Alle Ausgaben des Hamburger Hafenkonzerts gibt es unter ndr.de/hafenkonzert, in der NDR Hamburg-App und bei ARD Sounds.
Themen dieser Ausgabe:
🏛 Aus dem Rathaus - Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister Hamburgs, würdigt den langjährigen Mäzen der Hansestadt
🚢 Hapag-Lloyd - Sprecher Nils Haupt über Kühnes Bedeutung für die Reederei
💬 Reaktionen aus Hamburg - Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank und Stimmen aus der Stadt
👤 Sein Leben - Vom Winterhuder Bürgersohn zum Milliardär
📜 Kühne + Nagel: Firmengeschichte - Von der Gründung 1890 in Bremen bis zum weltweiten Logistikkonzern
✡ Die dunkle Vergangenheit - die Rolle des Unternehmens im Nationalsozialismus
🏢 Der Konzern heute - 1.300 Standorte, 88.000 Beschäftigte, Beteiligungen an u.a. Lufthansa, Flix und Hapag-Lloyd; Kühne Logistics University in der HafenCity
🎭 Der Mensch Kühne - Der ehemalige Hamburger Finanzsenator Wolfgang Peiner über seinen langjährigen Weggefährten: Humor, Emotionen und persönliche Anekdoten
🎼 Das neue Opernhaus - Architekt Robert Grimm (BIG - Bjarke Ingels Group) über Kühnes Herzensprojekt am Baakenhöft
⚽ Der HSV - Lars Pegelow zu Kühnes Anteilen, den Namensrechten am Volksparkstadion und der Rolle von Karl Gernandt in der Kühne Holding
🏗 Der Elbtower - SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf über die offene Zukunft der Bauruine - 18 Kilometer lang wird er, der Tunnel unter dem Fehmarnbelt - eine feste Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark. Wenn er fertig ist, halbiert sich die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen. Die Bauarbeiten laufen auf beiden Seiten seit einigen Jahren. Auf dänischer Seite sind bereits drei der insgesamt 89 gigantischen Tunnelelemente abgesenkt worden - jedes 217 Meter lang, 42 Meter breit und 73.000 Tonnen schwer. Auf deutscher Seite muss zusätzlich eine komplette Hinterlandanbindung entstehen: 88 Kilometer Bahnstrecke, ein Ersatztunnel unter dem Fehmarnsund und der Ausbau der A1.
Der Hafenkonzert-Podcast hat eine Delegation der Hamburger Wirtschaftsbehörde zu den Baustellen auf Fehmarn und nach Kopenhagen begleitet und mit den zentralen Akteuren gesprochen: mit Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard vor Ort auf der Baustelle, mit Ute Plambeck von der Deutschen Bahn über die Hinterlandanbindung, mit Grit Scholz über die Sanierung der Fehmarnsundbrücke, mit Lars Friis Cornett von der dänischen Bauherrengesellschaft Femern A/S, mit Stefan Wallmann vom Ingenieurbüro Rambøll über Kultur-Unterschiede in beiden Ländern, mit Andreas Wenzel von der Deutsch-Dänischen Handelskammer und mit Michael Otremba von Hamburg Tourismus über die Chancen für die Hansestadt.
Moderation: Dietrich Lehmann
Alle Ausgaben des Hamburger Hafenkonzerts gibt es unter ndr.de/hafenkonzert, in der NDR Hamburg-App und bei ARD Sounds.
Themen dieser Ausgabe (in Sendereihenfolge):
🚧 Auf der Baustelle - Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard über die Chancen für Hamburg, das Zusammenwachsen mit Kopenhagen und den Blick auf dänische Planungsgeschwindigkeit
🚄 Hinterlandanbindung - Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Norden, über 88 Kilometer neue und ertüchtigte Strecke, das neue Allianzmodell zur Beschleunigung und die deutschen Planungshürden
🌉 Fehmarnsundbrücke - Projektleiterin Grit Scholz auf dem "Kleiderbügel" über die 170-Millionen-Sanierung und warum ein Absenktunnel als Ersatzbauwerk entsteht
🚢 Bau auf Fehmarn - Lars Friis Cornett, Deutschlanddirektor von Femern A/S, über den Stand der Bauarbeiten in Puttgarden, verzögerte Absenkpontons und den neuen Zeitplan
🏗 Ingenieurperspektive - Stefan Wallmann vom Ingenieurbüro Ramboll über die Entscheidung für den Tunnel statt einer Brücke - und die kulturellen Unterschiede zwischen dänischem und deutschem Bauverständnis
💼 Wirtschaftlicher Blick - Andreas Wenzel von der Deutsch-Dänischen Handelskammer in Kopenhagen: Skandinavien-Exporte übertreffen inzwischen China-Exporte; realistischer Zeitplan 2032 für PKW, Mitte der 2030er für Zug
🏨 Tourismus - Michael Otremba, Chef von Hamburg Tourismus, über 144.000 dänische Übernachtungen 2025, Potenzial in Schweden und den erschlossenen Wirtschaftsraum von 4,5 Millionen Menschen - Die Ozeane bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche - doch an vielen Stellen verdichten sich die Schifffahrtsrouten in Meerengen, künstlichen Kanälen und schmalen Passagen. Sind diese Flaschenhälse blockiert, wackeln die globalen Lieferketten und die Preise an der Zapfsäule steigen. Aktuell ist die Straße von Hormuz seit Monaten wegen des Konflikts zwischen USA, Israel und Iran nur eingeschränkt befahrbar. Grund genug für den Hafenkonzert-Podcast, einmal einen Blick auf die wichtigsten Nadelöhre der Weltschifffahrt zu werfen: von der Straße von Malakka über Suezkanal, Kap der Guten Hoffnung und Panama-Kanal bis zu Nordwest- und Nordostpassage, Fehmarnbelt und Nord-Ostsee-Kanal - und der Neuen Seidenstraße als Alternative auf dem Landweg.
Moderation: Dietrich Lehmann.
Alle Ausgaben des Hamburger Hafenkonzerts gibt es unter ndr.de/hafenkonzert, in der NDR Hamburg-App und bei ARD Sounds.
Themen dieser Ausgabe (in Sendereihenfolge):
🌊 Straße von Malakka - Jennifer Johnston aus dem ARD-Studio Singapur begleitet den Fotografen Remy Osman, der von seiner Dachterrasse aus die iranische Schattenflotte beobachtet - etwa den 333 Meter langen Tanker "Sea Star 3"
🏺 Suezkanal - Jürgen Stryjak über die Geschichte der Wasserstraße von Ferdinand de Lesseps bis heute, die Verstaatlichung 1956 und die Havarie der "Ever Given" 2021; mit Osama Rabie, Chef der Kanalbehörde
🌍 Kap der Guten Hoffnung - Stephan Ueberbach über die Umleitung wegen der Konflikte im Roten Meer und die Frage, ob Südafrika mit seiner maroden Hafeninfrastruktur profitieren kann; mit Unathi Sonti von der Maritime Business Chamber
🌎 Panama-Kanal - Vom Bauversuch des Franzosen Ferdinand de Lesseps über die Fertigstellung durch die USA bis zu Trumps Drohungen und dem Wassermangel der letzten Jahre; mit O-Tönen des Hapag-Lloyd-Kapitäns Frank Günther
❄ Nordwestpassage - Martin Ganslmeier über die legendäre Route nördlich um Kanada, die gescheiterte Franklin-Expedition und die Einschätzung der Polarexpertin Gabriella Gricius vom Arctic Institute
🧭 Nordostpassage - Warum der Weg nördlich um Russland attraktiver wird, welche Rolle chinesische und südkoreanische Reedereien spielen; mit Jörg Kaufmann vom BSH
🛢 Fehmarnbelt und russische Schattenflotte - Kerstin von Stürmer über Schrotttanker in der Ostsee, das Naturschutzgebiet und die Gefahren für Kabel und den entstehenden Tunnel; mit Thilo Mark (Greenpeace), Risikoexperte Carsten Beeck und Thomas Röwekamp (CDU)
⚓ Nord-Ostsee-Kanal - Besuch in der Verkehrszentrale Brunsbüttel bei Zentralenleiter Olaf Bartl, Nautikerin Mareike Hoppe und Schleusenmeister Paul Timmen; wie 27.000 Frachter pro Jahr durch den Kanal gelotst werden
🚂 Neue Seidenstraße - Maximilian Seib aus Xi'an, dem chinesischen Ausgangspunkt der Landroute nach Europa; wie die Bahnverbindung in den Iran wegen der Hormuz-Blockade gerade extrem gefragt ist - Seekarten sind die Grundlage dafür, dass Schiffe sicher über die Ozeane fahren können, dass Windräder auf See errichtet, Kabel und Pipelines verlegt werden können. Die zentrale internationale Stelle für Seekarten und die Vermessung der Weltmeere ist die "International Hydrographic Organization" (IHO) mit Sitz im Fürstentum Monaco. Zum Ende seiner Amtszeit spricht der scheidende Generalsekretär Mathias Jonas im Hafenkonzert-Podcast über die Arbeit der Organisation, die weltpolitischen Herausforderungen und seinen eigenen bewegten Weg dorthin.
Als 16-Jähriger heuert der gebürtige Rostocker in der DDR auf einem Semicontainerschiff an, erlebt Ostafrika, studiert später an der Seefahrtsschule Warnemünde, promoviert und wechselt kurz nach der Wende an die Fachhochschule Hamburg. 2017 wird er als erster Deutscher zum IHO-Generalsekretär gewählt. Im Gespräch geht es um die Vermessung der Weltmeere (bislang sind erst rund 30 Prozent detailliert erfasst), um GPS-Störungen, autonome Schifffahrt, den Streit um die Namen von Unterwasserformationen zwischen China, Vietnam und Malaysia - und um die Frage, warum die Papierseekarte trotz Digitalisierung nicht ausstirbt.
Moderation: Dietrich Lehmann
Aufgenommen wurde das Gespräch mit Mathias Jonas im Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Rostock.
Alle Ausgaben des Hamburger Hafenkonzerts gibt es unter ndr.de/hafenkonzert, in der NDR Hamburg-App und bei ARD Sounds.
Themen dieser Ausgabe (in Sendereihenfolge)
🌊 Die "UNO der Seekarten" - Was macht die IHO und warum hat sie ihren Sitz in Monaco
👑 Ein Fürst als Gastgeber - Wie Albert I. von Monaco die Idee einer internationalen Kartierung der Meere anschob
🚢 Vom Vollmatrosen zum Diplomaten - Mathias Jonas über seinen Karriere-Weg und was der Seemannsberuf mit internationaler Verständigung zu tun hat
📚 Zwei deutsche Dienste, eine Behörde - Über das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und warum Rostock heute Zentrum der deutschen Hydrographie ist
🗺 Papier oder Bildschirm - Warum die elektronische Seekarte die Papierkarte verdrängt hat, sie aber wegen der aktuellen Weltlage doch nicht ganz verschwindet
📡 GPS unter Beschuss - Warum Satellitennavigation in der östlichen Ostsee zunehmend gestört wird und welche Alternativen es gibt
⚓ Vom Titanic-Unglück zur weltweiten Norm - Wie das Schiffsunglück von 1912 den Impuls zur internationalen Vereinheitlichung von Seekarten und Betonnung gab
🌐 Vermessung der Weltmeere - Erst 30 Prozent der Ozeane sind detailliert kartiert; vor zehn Jahren waren es sechs; wie die Suche nach dem Flug MH370 dazu beigetragen hat
🏔 Streit um Namen unter Wasser - Wie Vietnam, Malaysia und China den Kampf um Meeresgebiete auch über die Benennung von Unterwasserbergen austragen
🤖 Autonome Schifffahrt und Vermessung - Warum ferngesteuerte Systeme die Vermessung der Ozeane revolutionieren
🌡 Meer und Klima - Warum die Hydrographie eine Schlüsselrolle beim Verständnis des Klimawandels spielt - Es war die Medienstory des Frühjahrs 2026: ein Buckelwal wird in der Ostsee zunächst vor Wismar gesichtet und strandet schließlich vor Timmendorfer Strand. Seine weitere Odyssee wird nicht nur medial begleitet, sondern auch von vielen Menschen vor Ort direkt verfolgt.
Eine sogenannte Rettungsaktion bringt den Wal in die Nordsee. Wenige Wochen später stirbt das Tier im Kattegat vor der dänischen Insel Anholt. Längst hatte sich eine heftige Debatte entwickelt, darüber, wie und ob man überhaupt dem Tier helfen soll und kann - ein Streit, der streckenweise den Pfad der Wissenschaft längst verlassen hat.
Wir erzählen die Geschichte dieser drei Monate, fragen nach bei Wissenschaftlern und wollen vor allem wissen, ob sich so etwas wiederholen kann oder ob und was man aus dieser Geschichte um den Buckelwal gelernt hat.
Burkard Baschek: der Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund berichtet über die ersten Rettungsversuche in der Ostsee, über Verschwörungstheorien und Drohungen gegen Wissenschaftler.
Joe Groebel: der Hamburger Medienpsychologe erklärt, wie dieser Hype um den Buckelwal zu erklären ist und welche Rolle die Politik im Drama um Timmy spielt.
Fabian Ritter: der Meeresbiologe und Walforscher erklärt die Routen der Buckelwale und die Risiken für die Tiere. Er sagt, der umstrittene Rettungsversuch, der den Wal in die Nordsee gebracht hat, habe das Leiden des Tieres unnötig verlängert.
Timmy im Theater: im Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg ist der Buckelwal der Star einer einmaligen Aufführung.
Moderation: Kerstin von Stürmer
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À propos de Das Hamburger Hafenkonzert
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