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- Als die Grünen 1986 erstmals in den Nationalrat einzogen, galten sie vielen als Chaoten und Eindringlinge in ein geschlossenes politisches System. Andreas Wabl gehörte zu den ersten acht Abgeordneten und erinnert sich an die heftigen Auseinandersetzungen der Anfangsjahre, vom Raucherkammerl als Klubraum bis zu seinem Mittelfinger für Jörg Haider. Gemeinsam mit seinem Neffen, dem Journalisten Stephan Wabl, hat er 2023 das Buch Was wurde aus den Grünen? geschrieben. Mit Saskia Jungnikl-Gossy sprechen sie 40 Jahre nach dem Einzug der Grünen in den Nationalrat über politischen Kampf, über Kurt Waldheim und die Aktion mit der Hakenkreuzfahne, fünf Jahre Regierungsbeteiligung und darüber, was die Grünen heute tun müssten, um wieder eine stärkere Rolle zu spielen. Andreas Wabls Antwort: Die Grünen müssten weniger moralisch auftreten, stärker zeigen, was ihre Politik ganz konkret für Menschen verbessert und wieder mutiger sein.
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at #57 2026 Wie politisch sind unsere Berge? - mit Alpenvereinspräsident Wolfgang Schnabl
07/10/2026 | 33 minDie österreichischen Berge stehen vor großen Veränderungen. Trockene Sommer, fehlendes Wasser und der Rückgang der Gletscher machen die Folgen des Klimawandels im alpinen Raum immer deutlicher. Gleichzeitig wächst das Interesse an den Bergen und damit auch der Druck auf Natur, Hütten und Wege.
Im Gespräch mit Alpenvereinspräsident Dr. Wolfgang Schnabl geht Anna-Lisa Bier der Frage nach, wie die Alpen auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben können. Thema sind die Herausforderungen für Schutzhütten, der zunehmende Besucherandrang und die Frage, wo die Grenzen weiterer Erschließung liegen. Auch die wichtige Arbeit der vielen Ehrenamtlichen und die Rolle der jungen Generation im Alpenverein kommen zur Sprache.
Darüber hinaus geht es um die politische und gesellschaftliche Verantwortung des Alpenvereins: um Windkraft, große Infrastrukturprojekte und die Balance zwischen Klimaschutz, Energieversorgung und Naturschutz. Dr. Schnabl spricht außerdem über die historische Aufarbeitung des Vereins und darüber, wie sich der Alpenverein heute für Offenheit und Vielfalt positioniert.
Zum Abschluss geht es um eine ganz praktische Frage: Was können wir selbst tun, wenn wir in den Bergen unterwegs sind? Denn Naturschutz beginnt nicht erst bei großen politischen Entscheidungen, sondern auch mit dem eigenen Verhalten am Berg.
Weiterführende Links:
Gletscherberichte und Gletschermonitor des Österreichischen Alpenvereins: Gletscherberichte des Alpenvereins
Klimawandel und seine Auswirkungen auf die alpine Infrastruktur: Klimakrise und Auswirkungen auf die alpine Infrastruktur
Nachhaltiger Hüttenbetrieb und Umweltschutz: Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten
Energiepolitik und Windkraft in den Alpen: Position des Alpenvereins zur Windkraft
Aufarbeitung der Geschichte des Alpenvereins und der Sektion Donauland: Podcast „Der Fall Donauland (1/2)
Aufarbeitung der Vereinsgeschichte: „Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918–1945“
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at- In dieser Folge von "Ganz Offen Gesagt" spricht Anna-Lisa Bier mit Fabian Burstein, Intendant der Kultur-NGO Globart und Host des Podcasts "Bühneneingang", über den Wiener "Kultureuro". Burstein schildert, wie aus einer eigentlich vernünftigen Idee ein handwerklich verunglücktes Politikum wurde und erklärt, wie Wiens Kulturförderung strukturell funktioniert. Darüber hinaus geht es um konkrete Reformideen: ein zentrales Datenmonitoring für Kulturbesuche, das Konzept der "Kulturalisierung" aus dem Roten Wien und die Frage, was eine "unwiederbringliche Zerstörung" der Kulturlandschaft eigentlich bedeuten würde. Zum Schluss erzählt Burstein, was ihn trotz aller Kritik an der Wiener Kulturpolitik zuversichtlich stimmt.
Weiterführende Links:
Die in dieser Folge verwendeten Ausschnitte stammen aus der Sendung "Wild Umstritten" von ATV vom 16.09.2026. Die gesamte Folge kann hier angesehen werden.
Podcast "Bühneneingang — Kultur von innen"
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at - Karin Bauer, langjährige Leiterin des Karriere-Ressorts beim "Standard", Unternehmerin und Host des Podcasts „Geht so. Passt schon. Oder?“, spricht mit Stefan Lassnig über die Zukunft der Arbeit. Im Zentrum stehen die Fragen, wie KI Arbeitsstunden, Berufsbilder und die Zusammensetzung von Teams verändert. Bauer beschreibt die derzeitige Unsicherheit vieler Beschäftigter, die sich laufend weiterbilden, ohne zu wissen, welche Kompetenzen in wenigen Jahren tatsächlich gefragt sein werden. Sie kritisiert, dass Verantwortung für „Employability“ zunehmend auf Einzelne verlagert werde, obwohl auch Unternehmen keine verlässlichen Antworten auf die künftigen Anforderungen hätten. Zugleich sieht sie Fortschritte gegenüber früheren Arbeitswelten: mehr Bewusstsein für Diversität, faire Behandlung, Arbeitszeit und weniger Akzeptanz autoritärer Hierarchien. Homeoffice, Flexibilität, Weiterbildung und gute Führung bleiben aus ihrer Sicht wichtige Faktoren, während bloße Benefit-Versprechen an Bedeutung verlieren. Für Personalabteilungen entstehe mit KI eine neue Aufgabe: nicht nur Menschen, sondern auch KI-Agents als Teil von Teams strategisch auszuwählen und zu steuern. Bauer warnt, dass die Folgen von Automatisierung und demografischem Wandel politisch noch zu wenig umfassend diskutiert würden. Ihr Rat an junge Menschen lautet: Interessen verfolgen, Wege ausprobieren, lineare Karrierevorstellungen loslassen, Unterstützung einfordern und skeptisch bleiben.
Podcastempfehlung der Woche:
Podcast "Geht so. Passt schon. Oder?"
Links zur Folge:
René Knapp (UNIQA) im Podcast "Geht so. Passt schon. Oder?" Folge #19
IchKraft. WirKraft. Führungskraft. - Folge #1 mit Sylvia Sperandio
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Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at - Weltweit steigen die Zinsen, die Staaten für ihre Schulden zahlen müssen – die USA liegen bei zehnjährigen Anleihen mittlerweile über fünf Prozent, Großbritannien zahlt für 30-jährige fast sieben. Aber wie funktioniert das eigentlich, wenn sich ein Staat Geld leiht? Markus Stix, Geschäftsführer der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur, muss dafür sorgen, dass die Republik jederzeit liquide ist – heuer geht es um 200 Milliarden Euro. Im Gespräch mit Georg Renner erklärt er, wo Österreich sein Geld herbekommt: von der klassischen Bundesanleihe über die 100-jährigen Anleihen, die weltweit nur Österreich begeben hat, bis zum "Bundesschatz", mit dem Bürgerinnen und Bürger der Republik direkt Geld leihen können. Außerdem: warum grüne Anleihen kein PR-Schmäh sind, weshalb die weltweite Zinswende Österreich dank langer Laufzeiten langsamer trifft als etwa Frankreich – und warum die Zinsspirale trotzdem eine Warnung ist, das Budget in den Griff zu bekommen.
Wollt Ihr mehr wissen?
Die Homepage der OeBFA:
https://www.oebfa.at/
Hier könnt Ihr der Republik selber Geld leihen:
https://www.bundesschatz.at/
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À propos de Ganz offen gesagt
„Ganz offen gesagt“ wurde 2017 gegründet und ist der erste regelmäßige, unabhängige Podcast für Politikinteressierte in Österreich. Die Journalist:innen Saskia Jungnikl-Gossy, Anna-Lisa Bier, Georg Renner und der Medienunternehmer Stefan Lassnig diskutieren mit Expertinnen und Experten tiefgehend und konstruktiv über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Ganz offen gesagt“ ist unabhängig, transparent und rein subjektiv. Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at
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