154 épisodes
- Herr V. hat sein Leben immer unter Kontrolle gehabt. Seine 3.000 CDs
fein säuberlich sortiert, sein Gedächtnis fehlerlos. Bis er irgendwann
im Supermarkt den Reis nicht mehr fand, immer vergesslicher wurde – und
immer aufbrausender. Früh steht die Diagnose Alzheimer-Demenz im Raum.
Die ärztlichen Befunde aber lassen keine klaren Schlüsse zu. Erst ein
Bluttest bringt Klarheit: Herr V. hat eine Demenz.
Es sind diese Bluttests, um die sich die neue Folge des Wissenspodcasts
dreht. Host Jakob Simmank bespricht mit Anna Carthaus, Redakteurin im
Gesundheitsressort der ZEIT, wie die Tests funktionieren und ob sie die
Alzheimerdiagnostik revolutionieren werden. Es geht um die
Alzheimer-typischen Veränderungen im Gehirn Betroffener, die auch im
Blut Auffälligkeiten hinterlassen. Um die Frage, wie zuverlässig schon
heute Vorhersagen sind, die weit in die Zukunft gehen – und natürlich
darum, was man tut, wenn man weiß, dass man in einigen Jahren Alzheimer
bekommt.
Und in der unmöglichen Kolumne fragt Christoph Drösser: Wieso kriegen
manche Menschen keine Demenz, auch wenn ihr Gehirn die typischen
Veränderungen zeigt?
Shownotes
- Eine ausführliche Analyse zu den neuen Bluttests lesen Sie hier.
- Warum werden die neuen Alzheimer-Antikörpertherapien in Europa so
viel kritischer betrachtet als in den USA? Tom Kattwinkel und Ingo
Arzt haben nachgeforscht.
- Wie man sein Alzheimerrisiko senken kann, erfahren Sie hier.
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testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos. - Einen ganzen Tag drehen, nur für eine Minute in einem Film – wenn man
Glück hat. Einen Tierfilm zu drehen, ist mühselig. Thoralf Grospitz und
Jens Westphalen gehen dorthin, wo kaum Menschen leben – dafür aber viele
wilde Tiere. Die beiden arbeiten seit 30 Jahren als Tierfilmer und waren
im Regenwald von Borneo unterwegs, um Orang-Utans, Gibbons und
Zwergelefanten vor die Kamera zu bekommen.
Was braucht es, um einen richtig guten Naturfilm zu drehen?
ZEIT-Reporterin Dagny Lüdemann hat die beiden sechs Wochen lang
begleitet und spricht mit Podcast-Host Linda Fischer über Tage in
Fledermaushöhlen und Wochen zwischen Regenwald und lebensfeindlichen
Plantagen auf der drittgrößten Insel der Welt.
In seiner Kolumne geht Christoph Drösser der Frage nach, wie diese
besonderen Elefanten nach Borneo gekommen sind.
Shownotes
Der Film »Orang-Utans – So nah wie nie« von Thoralf Grospitz und Jens
Westphalen ist verfügbar in der ARD-Mediathek.
Das Making-of zum Film »So filmt man Orang-Utans«.
Im Podcast beschreibt Jens Westphalen einen Moment während eines
früheren Drehs, der ihm besonders naheging. Hier ist er zu sehen, in der
Dokumentation »Elefanten hautnah«.
In diesen beiden Studien versuchten Forscher mit genetischen Analysen,
der Frage näherzukommen, wie die Elefanten nach Borneo gekommen sind:
»PLOS Biology«: Fernando et al., 2003; »Scientic Reports«: Sharma et
al., 2018.
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testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos. - Es geht um ein Digitalunternehmen, das schnell wächst. Als die
Belegschaft die Marke von achtzig überschreitet, ist allen klar: So kann
es nicht weitergehen, es braucht mehr Struktur. Der naheliegende Weg
wäre eine Führungsebene: Teamleiterinnen, Abteilungsleiter, Vorstand.
Stattdessen wird abgestimmt. Wollt ihr Vorgesetzte haben? Was dabei
herauskam, ist der Anlass dieser Folge. Brauchen wir Chefs, brauchen wir
Chefinnen? Johanna Michaels sagt Ja. Tobias Hürter sagt Nein.
Die beiden diskutieren: Warum in Hierarchien Menschen so verlässlich bis
zu ihrer Stufe der Unfähigkeit aufsteigen; warum wir Demokratie in der
Politik selbstverständlich finden und in der Wirtschaft kaum je
einfordern; was Psychologen herausfinden, wenn sie messen, wer in einem
Team wie lange redet. Es geht um ein Flugzeug, das 1978 bei Portland
abstürzte, weil die Cockpitbesatzung dem Kapitän nicht zu widersprechen
wagte. Um Erste-Hilfe-Kurse und um Führungsstrukturen im OP-Saal, wo es
ein gutes Zeichen ist, wenn wenig gesprochen wird. Und um die Deutsche
Bahn, deren neue Chefin die Kultur ihres Hauses als »organisierte
Verantwortungslosigkeit« beschreibt.
Und schließlich ist da noch dieses Kammerorchester in New York, das ohne
Dirigent probt und spielt. Auch dort wird geführt. Nur eben nicht von
einem Chef.
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testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos. - Auf der internationalen Mathematikkonferenz in Philadelphia war von der
größten Krise der Mathematik seit einem Jahrhundert die Rede: Die
künstliche Intelligenz löst inzwischen mathematische Rätsel, an denen
Forscherinnen und Forscher seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten
verzweifeln. Das Problem: Die Beweise sind für Menschen mitunter nicht
mehr zu verstehen. Stimmen sie überhaupt? Und was bleibt den Menschen
jetzt noch zu tun? Christoph Drösser hat auf der Konferenz mit führenden
Fachleuten gesprochen, die sich nun Regeln im Umgang mit KI auferlegen
wollen.
Außerdem erklärt die Mathematikdidaktikerin Susanne Prediger, wie die
künstliche Intelligenz den Mathematikunterricht verändert. Was sollen
Schülerinnen und Schüler überhaupt noch lernen? Diese Diskussion gibt es
an vielen Schulen mit Einführung des Taschenrechners, aber mit den
neunmalklugen Chatbots erreicht sie ein neues Level. Mathematiker
rechnen mit einer Spaltung der Schülerschaft.
Und schließlich stellt Christoph Drösser die KI mit seiner eigenen
Diplomarbeit auf die Probe. Da war nämlich noch ein Fehler drin.
Kontakt zur Redaktion: podcast@zeit-wissen.de
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testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos. - Die Philosophin L. A. Paul nennt Elternschaft eine transformative
Erfahrung: Man kann vorher nicht wissen, ob sie glücklich macht, weil
man selbst ein anderer Mensch wird. Kinder zu kriegen ist eine
Entscheidung, die man trifft, bevor man weiß, wer man danach sein wird.
Die Glücksforschung nähert sich der Angelegenheit mit Fragebögen und
Interviews. Sie erkundet, ob Eltern im Durchschnitt glücklicher sind als
Kinderlose – und ob das Elternglück, das viele nach der Geburt eines
Kindes erleben, von Dauer ist.
Johanna Michaels und Tobias Hürter diskutieren im Podcast über ihre
eigenen Erfahrungen und sortieren die Studien und philosophischen
Argumente. Als Tobias Hürter seine Tochter zum ersten Mal sah, überkam
ihn ein Glücksgefühl, das ihn selbst überraschte. Sechzehn Jahre später
sagt er: Dieses Glück ist geblieben. Johanna Michaels findet schön, dass
er das erleben durfte – und mindestens ebenso schön, dass sie es nicht
erleben muss. Sie will keine Kinder. Dieser Wunsch hat sich mit den
Jahren nur verfestigt.
Eine Diskussion über das Parenting Paradox, Simone de Beauvoir und die
Studie »Regretting Motherhood«, über Antinatalismus und darüber, warum
es kein »Regretting Fatherhood« gibt. Elternglück ist nicht nur eine
private Angelegenheit, sondern auch eine politische.
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