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F.A.Z. Digitalwirtschaft

Frankfurter Allgemeine Zeitung
F.A.Z. Digitalwirtschaft
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  • F.A.Z. Digitalwirtschaft

    Um welche KI geht es auf der Hannover Messe, Herr Köckler?

    17/04/2026 | 39 min
    Die deutsche Industrie steckt im Umbruch. Neue Computer- und Energietechnologien verursachen Veränderungsdruck, zugleich sind infolge des Irankrieges die Energiepreise merklich gestiegen. Wie schlagen sich die deutschen Unternehmen in dieser Situation?

    Einen Eindruck davon vermittelt die Hannover Messe, die an diesem Sonntagabend beginnt und die nächste Woche andauert. Deutsche und internationale Unternehmen präsentieren dort neue Produkte und Prozesstechniken. Sie zeigen, was heute in der modernen Fertigung schon möglich ist – und was sie in den kommenden Jahren vorhaben.

    Jochen Köckler ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG und auch in diesem Jahr Gastgeber in Hannover. Er erzählt, was es in den Hallen zu sehen gibt, von Automatisierungs- über Energietechniken bis hin zur Künstlichen Intelligenz. Und in dieser wiederum geht es in der Industrie nicht um die allseits bekannten großen Sprachmodelle, sondern über das, was nicht nur er "Physical AI" nennt. Es geht um KI, die in der realen Welt handelt, mitarbeitet, mitdenkt. Das ist nicht nur in Hannover ein Schwerpunkt, sondern auch eine Chance für Deutschland, um in diesem Feld Weltspitze zu bleiben.

    Köckler spricht aber nicht nur über Technologie, sondern auch über Politik. Gastland ist dieses Jahr Brasilien, der brasilianische Präsident Lula da Silva wird die Messe eröffnen und selbst da sein, ihn begleitet eine große Delegation aus Unternehmern und Politikern. Bundeskanzler Merz ist da, Digitalminister Wildberger und Verteidigungsminister Pistorius. In diesem Jahr gibt es ein eigenes Areal für Verteidigungstechnik.

    Und schließlich spricht Köckler auch darüber, was sie hierzulande ändern muss, damit der Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiver wird auch für die Industrie. Denn die ist, wie nicht nur die vergangenen Jahre gezeigt haben, überhaupt nicht "Old Economy".
  • F.A.Z. Digitalwirtschaft

    Ist die Künstliche Intelligenz bald so klug wie wir?

    10/04/2026 | 54 min
    Computer können inzwischen kompetent mit Sprache und Bildern umgehen, auf schwierige Fragen sinnstiftende Antworten geben, schneiden in Wettbewerben auf ähnlichem Niveau wie Menschen ab und spielen Spiele längst besser als wir. Wie geht es nun weiter?

    Darüber haben wir auf unserem F.A.Z.-Kongress mit zwei führenden Fachleuten auf diesem Gebiet debattiert: Holger Hoos ist Professor an der RWTH in Aachen, lehrte zuvor viele Jahre in Kanada und den Niederlanden. Zudem hat er den KI-Forscher-Verband Claire mit initiiert, dem europaweit Wissenschaftler aus allen Disziplinen des Faches angehören. Antonio Krüger wiederum ist Professor an der Universität Saarbrücken und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Er befasst sich in dieser Rolle auch sehr viel damit, wie Unternehmen KI tatsächlich einsetzen (können) – und zwar nicht nur Sprachmodelle.

    Weil der Fortschritt auf diesem Gebiet enorm ist, stellt sich nun zunehmend die Frage: Was fehlt Computern zum Gehirn. Was können wir Menschen, was die Rechner nicht können – und woran liegt das? Auf dem F.A.Z.-Kongress gab es darüber einen spannenden Austausch mit beiden Fachleuten und unseren Lesern. Wir wollen in dieser Sonderausgabe darum diese Diskussion präsentieren auch für diejenigen, die nicht dabei sein konnten.
  • F.A.Z. Digitalwirtschaft

    Warum Drohnen-Software über unsere Sicherheit entscheidet

    02/04/2026 | 42 min
    Drohnen gelten traditionell als Hardware-Geschäft, doch die wahre geopolitische Aufholjagd des Westens entscheidet sich bei der Software. Über diese These diskutierten wir auf dem F.A.Z.-Kongress unter dem Leitmotiv „Zukunft gestalten“ im Frankfurter Kap Europa mit Lorenz Meier. Der Co-Gründer und CEO des deutsch-amerikanischen Softwareunternehmens Auterion, der jüngst schon einmal Gast im Digitalwirtschaft-Podcast war, verdeutlichte in dem Panel zum Thema „Drohnen für unsere Sicherheit?“, warum ein gemeinsamer Technologie-Standard für westliche Demokratien unerlässlich ist.

    In dem Gespräch, das als Video bereits auf YouTube verfügbar ist und nun in voller Länge als Audio-Premiere im F.A.Z. Digitalwirtschaft-Podcast gesendet wird, räumt Meier mit dem Missverständnis auf, die militärische und zivile Überlegenheit im Drohnenbereich sei eine reine Materialschlacht. Vielmehr entscheide die Intelligenz der Systeme über Erfolg und Sicherheit. Der Westen müsse den Fokus zwingend auf flexibel skalierbare und sichere Software legen, die schnelle Anpassungen an neue Bedrohungen erlaube, statt sich in einer fragmentierten Hardware-Landschaft zu verlieren. Meier, dessen technologische Wurzeln an der ETH Zürich liegen und der als Architekt der modernen Drohnensteuerung gilt, erläutert in diesem Kontext die Bedeutung des von ihm mitentwickelten „PX4“-Standards. Dieser hat sich mittlerweile als führende Open-Source-Lösung für Autopiloten etabliert.

    Darauf aufbauend hat Auterion ein Betriebssystem entwickelt, das in der Branche oft als das „Android der Lüfte“ bezeichnet wird und als universelle Schnittstelle zwischen unterschiedlichsten Hardware-Plattformen und den darauf laufenden Anwendungen fungiert. Meier argumentiert in der neuen Podcast-Episode eindringlich für herstellerübergreifende Kompatibilität. Nur durch einen gemeinsamen Software-Standard und die Möglichkeit, Drohnenflotten durch simple „Over-the-Air“-Updates kontinuierlich zu verbessern, könnten die Handlungsfähigkeit und technologische Souveränität gewahrt werden. So bietet der Mitschnitt den Zuhörern profunde Einblicke an der Schnittstelle von Deep-Tech, Verteidigungspolitik sowie innovativer Softwareentwicklung und macht anschaulich begreifbar, warum die Sicherheit von morgen untrennbar mit den Codezeilen von heute verbunden ist.
  • F.A.Z. Digitalwirtschaft

    Fraunhofer-Präsident Hanselka: Wir müssen viel mehr für unsere Unternehmer tun

    26/03/2026 | 1 h 8 min
    Die Künstliche Intelligenz ist beeindruckend, Computer können immer mehr. Doch nicht nur in diesem Bereich vollzieht sich ein rasanter technischer Fortschritt. Es geht auch um viele Anwendungen in der Industrie, wo eine neue Legierung, eine neue chemische Verbindung, ein effizienterer Energieeinsatz, eine stabilere Schraube oder Ähnliches einen Unterschied ausmachen. Deutschlands technisches Niveau entscheidet sich nicht nur in den Maschinenräumen der Software-Entwickler, sondern in unzähligen anderen Domänen, in denen findige Tüftler gefragt sind.

    Wie steht es darum? Holger Hanselka ist Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, die sich dem Ziel verschrieben hat, wissenschaftliche Weiterentwicklungen schnell in praktischen Anwendungen und Produkte zu überführen, die am Markt bestehen. Mit mehr als 30.000 Mitarbeitern und mehr als 70 Forschungsinstituten ist sie deutschlandweit präsent. Zu ihren Kunden zählen zahlreiche Mittelständler. Gerade sie sind ein Grund, aus dem heraus die Fraunhofer-Gesellschaft wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde: Kleine und mittelgroße Unternehmen haben oft nicht ausreichend eigene Mittel, um große Forschungslabore betreiben zu können - und können dies auslagern.

    Zugleich hat sich das wirtschaftliche Umfeld zuletzt auch für Fraunhofer verschlechtert. Denn der Erfolg der Gesellschaft hängt wie beschrieben wesentlich auch davon ab, wie viele Kunden sie in der privaten Wirtschaft gewinnen kann – und wenn die Unternehmen sparen oder Investitionen hinauszögern, weil die Unsicherheit wächst, dann merken sie das auch in den Fraunhofer-Instituten.

    Wie also steht es um die deutsche Wirtschaft? Wie schlägt sich die Fraunhofer-Gesellschaft gerade? Und wer war eigentlich der Namensgeber Joseph von Fraunhofer, dessen 200. Todestag in dieses Jahr fällt? Und schließlich: Was sind die richtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen - ständig nur mehr Geld umzuverteilen zählt nicht dazu, sagt Hanselka. Er wünscht sich mehr Fokus auf Wirtschaftswachstum. Und wirbt dafür, Unternehmer mehr ins Rampenlicht zu stellen, die eben für gut bezahlte Arbeitsplätze heute und morgen sorgen.
  • F.A.Z. Digitalwirtschaft

    "One more thing": Apple wird 50 Jahre alt – und nun?

    20/03/2026 | 1 h 6 min
    Der amerikanische Elektronik-Konzern Apple ist an der Börse schon lange ein Billionenwert. Sein bekanntestes Produkt, das iPhone, hat eine Revolution ausgelöst: Es hat den Weg ins Internet erleichtert, seither sind Menschen ständig erreichbar und in einer permanenten Art und Weise vernetzt wie nie zuvor. Der Erfolg beruht auf Technik und Design, auf Funktionalität und dem klaren Fokus darauf, das Gerät intuitiv bedienbar zu machen. Erst das iPhone hat Apple zu einem Unternehmen gemacht, dass kontinuierlich und rund um die Welt viele Milliarden Dollar verdient. Es ist längst eine Kult-Marke. Abzusehen war das überhaupt nicht.

    Am 1. April des Jahres 1976 haben Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne Apple gegründet, also vor beinahe 50 Jahren. Wir blicken deshalb zurück und erzählen in dieser extra langen Episode die Geschichte dahinter. Vom ersten Personalcomputer aus dem Hause Apple, warum damals die Zeit dafür reif war, von der ersten Massenfertigung, von anfänglichen Erfolgen. Vom Abgang des legendären langjährigen Vorstandsvorsitzenden Steve Jobs, der Beinahe-Pleite in den neunziger Jahren, der Rückkehr des Gründers. Von iMac, iPod, ungewöhnlichen weißen Kopfhören, dem Star-Designer Jony Ivy. Und natürlich von der berühmt gewordenen Präsentation des ersten iPhones durch Steve Jobs im Jahr 2007 – und wieso nicht nur der damalige Microsoft-Vorstandsvorsitzende Steve Ballmer darüber lachte. Und nicht nur ihm das Lachen alsbald verging.

    Das iPhone wird zur zentralen Säule des Apple-Erfolgs. Jahr für Jahr fiebern Fans der Ankündigung entgegen, stellen sich schon etliche Stunden vor Ladenöffnung in lange Schlangen, um die ersten Produkte sofort zu bekommen. Jobs erlebt den Erfolg nicht sehr lange mit, er erkrankt unheilbar, stirbt im Jahr 2011 an Krebs. Daraufhin übernimmt Tim Cook den Konzern. Er richtet ihn neu aus, zunächst nicht so sehr im Hinblick auf die Produkte, sondern vor allem auf eine effizientere, günstigere Lieferkette. Apple wird wertvoller als jemals zu vor, der Aktienkurs steigt und steigt. Dann folgen weitere Angebote, Apple entwickelt eigene leistungsfähige Chips und bietet beipielsweise eine eigenen Streamingdienst an. Nur mit Künstlicher Intelligenz tut sich der Konzern schwer, hier bleibt der überragende Erfolg aus. Ein autonomes Auto aus dem Hause Apple gibt es bis heute nicht – und vielleicht nie. Für den Sprach-Assistenten greift Apple nun auf die KI des Internetkonzerns Google zurück.

    Und längst tobt die Diskussion um die Nachfolge von Cook, der im vergangenen Jahr seinen 65. Geburtstag feierte. Was auf den Nachfolger oder die erste Frau an der Spitze des Konzerns zukommt, auch darüber sprechen wir in dieser Folge.

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À propos de F.A.Z. Digitalwirtschaft

Im Podcast "F.A.Z. Digitalwirtschaft" (früher FAZ D:ECONOMY) sprechen die Redakteure der FAZ über neue Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft, in der Industrie 4.0 - und in der Technik. Wir diskutieren miteinander und auch mit Gästen – dabei ordnen wir die aktuellen Themen rund um Digitalisierung und Technologie ein. Dabei geht es nicht nur um Bits und Bytes, sondern auch um einen größeren gesellschaftlichen Kontext. Zur App für iOS und Android: https://app.adjust.com/8sasetq_gxy4985 Mehr erfahren: https://fazdigitec.de
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