48 épisodes
- Laura Laabs erkundet in diesem komplexen Spielfilm die geschichtlichen Ablagerungen eines Ortes in Mecklenburg, die Spuren der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart führen. Die 1985 in Ost-Berlin geborene Tochter der Autoren Joochen Laabs und Daniela Dahn studierte an der Potsdamer Filmuniversität und anschließend als Meisterschülerin bei dem Regisseur Andreas Kleinert. Inzwischen ist ihr erster Roman erschienen, auch “Adlergestell” verweist auf das wache Geschichtsbewusstsein der vielseitigen Künstlerin, die ein genaues Gespür für die Umbrüche und Widersprüche im Osten Deutschlands hat. Im MDR-Kultur-Café spricht sie mit uns über ihre künstlerische Entwicklung, über das Geschenk und die Last einer prominenten Familie, über die Auseinandersetzungen mit der DDR-Vergangenheit und ihr Geschichtsbild.
- Selbstregulierung ist ein Begriff aus der Kybernetik. Peggy Mädler erzählt, wie sie die Kybernetik als Variante der Systemtheorie in der Geschichte der DDR entdeckt hat: als einen kurzen Moment nach dem Bau der Mauer, in dem es in akademischen Kreisen möglich schien, dass die Partei etwas von ihrer totalen Kontrolle abgibt. Peggy Mädler, Jahrgang 1975, wurde in Dresden geboren. Zuletzt war sie erfolgreich mit dem Bestseller „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ (gemeinsam mit Annett Gröschner und Wenke Seemann). „In den Begriff Selbstregulierung habe ich mich sofort verliebt“, sagt Peggy Mädler. „Allerdings habe ich ihn anfangs stärker auf die persönlichen Beziehungen der Menschen bezogen als auf die gesellschaftlichen Verhältnisse.“ So sei dieser Begriff zum Prinzip ihres Romans geworden.
- Der 1977 in München geborene Sohn eines Mikrobiologen spielte schon mit achtzehn Jahren seine erste Hauptrolle in dem Roadmovie "L'Amour" und wurde beim renommierten Max-Ophüls-Festival als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Bereits während des Schauspielstudiums spielte er in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, besonders die Zusammenarbeit mit Dominik Graf prägte ihn nachhaltig. Der sympathische und wandlungsfähige Schauspieler verdankt Dominik Graf eine seiner schönsten Rollen, im Film "Die geliebten Schwestern" (2014), der zum Teil in Thüringen gedreht wurde, zeichnete er ein sehr lebendiges und menschliches Porträt von Friedrich Schiller. Florian Stetter, der heute in Berlin lebt, bezeichnet sich selbst als Grenzgänger, er liebt besondere schauspielerische Herausforderungen wie die Rolle des Christoph Probst in "Sophie Scholl - Die letzten Tage", die er ergreifend spielte, oder einen manipulativen Geistlichen in "Kreuzweg" (2014), wo er einen endlos langen Monolog in einem einzigen Take bewältigte. Gerade ist er im Kinofilm "Maysoon" zu sehen, in dem er noch eine ganz andere Facette seines großen Könnens zeigen kann, er spielt dort einen aggressiven, unberechenbaren Ehemann. Im MDR KULTUR Café spricht Florian Stetter, Vater zweier Kinder, über die Methode völliger Hingabe an seine Figuren, über die Verantwortung des Schauspielers und die nicht nachlassende Lust an der Verwandlung - offene Auskünfte mit seiner unverwechselbaren, schönen Stimme.
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Der Fragebogen über Sprüche und Widersprüche, Sein und Haben, Gott und die Welt sowie Freud und Leid zeichnet ein persönliches Bild der Gäste des MDR-Kulturradios.
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